BLICKWINKEL



Von einem Tag auf den anderen ist alles anders. Es ist Montag Morgen. Zu dieser Zeit bereite ich üblicherweise das Frühstück vor. Heute ist es anders. Meine Tochter spielt in ihrem Zimmer und ich sitze mit meinem Kaffee im Garten an der Sonne. Es wirbeln Fragen durch meinen Kopf. Ich blicke auf die Strasse Richtung Aarau und sehe Lastwagen, Firmenfahrzeuge, Menschen, die zur Arbeit fahren. Meine Kleine ist zufrieden. Die Vögel zwitschern, die Sonne strahlt, die Natur erwacht. Ein ganz normaler Tag. Aber es ist alles anders.


Was kommt auf uns zu? Die Angst und die Unsicherheit versucht uns zu beherrschen. Wir wissen nicht, was kommt. Wir kennen die Zukunft nicht. Aber ist das eigentlich nicht jeden Tag so?


Ich frage mich: "Was will uns dieser Corona-Virus mitteilen?"


Wir lesen Posts. Noch vor wenigen Tagen waren diese Nachrichten von Angst und Panik gefüllt. Immer mehr lese ich wunderschöne Texte. Wir richten unseren Blick auf uns, auf unsere Gesellschaft, auf die Natur, auf das Zusammenleben, auf die Zwischenmenschlichkeit, auf Ruhe, Gelassenheit und auf die Kraft von langen Spaziergängen durch den Wald.


Unsere Kinder bleiben zu Hause. Wir sollen uns bestmöglich isolieren und uns im "Social Distancing" üben. Verrückt, dass uns diese Aufgabe so schwer fällt. Facebook zeigt uns, wie wir unsere Kinder beschäftigen können. Uns Eltern wird die natürlichste Aufgabe bewusst. Mami und Papi sein. Da sein, sich um die Kinder kümmern, sich mit Ihnen auseinandersetzen, sie ernst nehmen, wahrnehmen, fordern, fördern, spielen, lehren und zuhören. Eine herausfordernde Aufgabe.


Unsere Partner bleiben zu Hause. Home Office ist angesagt. Wunderbar - alle sind zu Hause. Oder doch nicht? Jeder will etwas anderes. Der eine braucht Ruhe, der andere will Action, der eine will vom "Corona-Thema" nichts wissen, der andere verfolgt den LifeTicker. Der eine belächelt die Angst, der andere macht sich grosse Sorgen. Verschiedene Ansichten und Bedürfnisse prallen aufeinander.


Dazu kommen finanzielle Sorgen. Läden und Restaurants werden geschlossen. Firmen bekommen keine Aufträge mehr. Unternehmer wissen auf zu viele Fragen keine Antworten.


Von einem Tag auf den anderen ist alles anders. Wir richten unseren Blick auf uns selbst, unsere Familie, unsere Lieben. Wir betrachten uns aus einem neuen Blickwinkel.


So tragisch die Situation ist, so dankbar bin ich für diese neue Sicht auf die Dinge.


Die Sonne ist wärmer, der Himmel blauer. Die Vögel zwitschern lauter, die Blütenpracht ist farbiger. Das Zuhause wird zur Oase. Wir haben Zeit. Wir sind dankbar für einen vollen Kühlschrank. Wir sind dankbar, dass wir gesund sind.


Eigentlich ist es doch sehr eindrucksvoll, dass uns so ein schrecklicher Virus einen so wunderbaren Blick auf unser Leben erlaubt.






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